Burg Santa Bárbara, Alicante
Die 166 Meter hohe Bergfestung, die Alicantes Skyline prägt. Freier Eintritt, rund um die Uhr von der Stadt aus zugänglich und der mit Abstand beste Sonnenuntergangsblick an der nördlichen Costa Blanca.
- 🕒 Öffnungszeiten
- Täglich 10:00–22:00 (Sommer) / 10:00–20:00 (Winter)
- 🎟️ Eintritt
- Eintritt frei; Aufzug vom Postiguet-Strand 2,70 € hin und zurück
Von fast jeder Straße in Alicantes Zentrum ist die Burg Santa Bárbara das, was man immer wieder sieht. Sie thront 166 Meter hoch auf dem Monte Benacantil, in den Kalkstein direkt über der Altstadt gehauen, und die Silhouette, die der Fels gegen den Himmel zeichnet, ist vor Ort als La Cara del Moro — „das Gesicht des Mauren” — bekannt. Hat man das Profil einmal erkannt, sieht man es immer.
Was man sehen sollte, und in welcher Reihenfolge
Die Festung hat drei Ebenen, jede in einem anderen Jahrhundert erbaut:
- La Torreta (oben, 14.–15. Jh.) — die höchste Plattform mit den originalen Mauern aus maurischer Zeit. Bester Panoramablick: die ganze Bucht von Alicante, der Hafen, El Postiguet und (an klaren Tagen) die Silhouette Ibizas 100 km östlich.
- Macho del Castillo (Mitte, 16. Jh.) — Bastionen aus der Habsburgerzeit, ein Museum mit Modellen der Festung durch die Jahrhunderte und der Salón Felipe II mit Wechselausstellungen.
- Revellín del Bon Repós (unten, 18. Jh.) — die äußere Verteidigungslinie, heute vor allem eine schattige Promenade mit Steinbänken. Der Lieblingsplatz der Einheimischen bei Sonnenuntergang.
Eine Stunde reicht für einen ersten Besuch; zwei Stunden, wenn man alles lesen möchte.
Drei Wege nach oben
Aufzug vom Postiguet-Strand (Avenida de Jovellanos) — ein 200 m langer Tunnel durch den Berg, dann ein Aufzug nach oben. 2,70 € hin und zurück, günstig und kinderfreundlich. So kommen 80 % der Besucher an.
Zu Fuß hinauf vom Barrio de Santa Cruz — 25 Minuten, steil, wunderschön. Start an der Plaza del Puente, durch die bemalten Gassen des alten Viertels und dann den Pfad durch den wilden Rosmarin der Südseite hinauf. Heiß im Sommer; Wasser mitnehmen.
Mit dem Auto — eine schmale Straße windet sich an der Nordseite des Monte Benacantil hinauf. Der Parkplatz oben ist kostenlos, aber auf ca. 40 Autos begrenzt. Nichts für nervöse Fahrer.
Wann hingehen
Sonnenuntergang ist die naheliegende Antwort — und sie stimmt. Komm im Sommer 45 Minuten, im Winter eine Stunde vor Sonnenuntergang. Bring eine leichte Jacke mit: auf 166 m ist die Brise 3–4 °C kühler als auf Straßenniveau.
Früher Morgen (10:00–11:00) ist das andere gute Zeitfenster — ruhig, hervorragendes Licht zum Fotografieren, und das Café oben hat frisch gepressten Orangensaft für 2 €.
Meide die Mittagszeit im Juli/August: kein Schatten auf der oberen Ebene, über 36 °C, und die Aufzugsschlange kann 45 Minuten erreichen.
Eine Sache, die man über den Namen wissen sollte
Die heilige Barbara ist Schutzpatronin der Artillerie und der Bergleute — ein Patronat, das die Festung erhielt, weil sie am 4. Dezember 1248, ihrem Festtag, von kastilischen Truppen den Mauren entrissen wurde. Eine kleine ihr geweihte Kapelle befindet sich noch auf der mittleren Ebene.
Kombiniere mit
- Barrio de Santa Cruz (5 Min.) — die bemalten Gassen am Südhang des Bergs, am besten auf dem Hin- oder Rückweg zu erkunden
- MUBAG (10 Min.) — Museum der Schönen Künste, kostenlos, im alten Gravina-Palast
- Mercado Central (15 Min.) — für ein desayuno vor dem Aufstieg oder ein spätes Mittagessen danach